„Hermännchen“ am Moosweiher

Mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Hartmut Mletzko
Im vorigen Sommer schaute schon einmal ein klitzekleines Tierchen zur Gartentür herein und wir rätselten erstaunt, was das denn jetzt schon wieder war! Es war keine Maus, kein Siebenschläfer und kein Hörnchen. Winzig klein, dunkles Oberfell mit einem weißen Latz. Mit diesen Angaben fanden wir heraus, dass es ein Mauswiesel gewesen sein musste. Das Entzücken war groß! Es war noch größer, als es sich diesen Herbst gleich mehrmals vor unserer Gartentür zeigte, einmal gelang mir ein (leider schlechtes) Foto. Und sogleich forschte ich nach, was ich über das mausgroße Kerlchen herausfinden konnte.
Das Mauswiesel (Mustela nivalis) gehört zur Familie der Marder und ist mit 11 bis 26cm das kleinste Raubtier der Welt. Die Größe schwankt je nach Verbreitungsgebiet, zudem sind Weibchen auch viel kleiner als Männchen. Es ist mit dem Hermelin die zweite Wieselart in Mitteleuropa, die beiden sind aber gut voneinander zu unterscheiden. Das Hermelin ist deutlich größer, hat ein längeres Schwänzchen mit einer dunklen Spitze und auch durch die Fellzeichnung kann man sie gut unterscheiden. Auch kommt es hier in Mitteleuropa selten vor, dass Mauswiesel, wie das Hermelin, die sonst braune Fellfarbe zur besseren Tarnung im Winter in eine weiße wechseln. So sehr die Größe und das niedliche, otterähnliche Aussehen entzücken, so überrascht ist man doch darüber, was für ein kleiner Räuber er mit seinen rasiermesserscharfen Zähnchen ist. Das „Hermännchen“, wie es im Volksmund genannt wird, frisst in der Hauptsache seine Leib- und Magenspeise Mäuse. Und davon reichlich. Aber auch vor Vögeln, Eidechsen und Insekten macht es nicht Halt. Selbstbewusst erlegt es sogar Ratten und junge Kaninchen mit einem gezielten Biss ins Genick. Was für ein gesunder Appetit! Das Hermännchen hat aber auch einen hohen Energiebedarf und ist bei Tag und bei Nacht unterwegs. Dabei nutzt es meist die langen Mäusegänge als „Autobahn“.

Stefanie Pietsch mit freundlicher Genehmigung des Hermännchens
Wie man sich vorstellen kann, ist die Freude einer unterirdischen Begegnung recht einseitig. Gerne nutzen sie die anschließend verlassenen Mäusebauten als eigene Behausung, aber auch Holz- und Steinhaufen werden von ihnen gerne aufgesucht. Vor allem für die Aufzucht ihrer Jungen brauchen sie einen trockenen und geschützten Ort. Meist einmal im Jahr, bei gutem Nahrungsangebot aber auch ein zweites Mal, wirft das Weibchen fünf bis zehn Junge. Die kleinen Winzlinge bleiben etwa zwei Monate bei der Mutter und können mit drei Monaten schon selbst eigene Familien gründen. In freier Wildbahn werden sie oftmals nicht älter als ein Jahr. Zu ihren Feinden gehören Greifvögel, Füchse, aber auch ihre nahen Verwandten Hermeline. In Gefangenschaft können sie sogar neun Jahre alt werden. Wie Sie sich vorstellen können ist das Tier des Jahres 2013 bei uns Menschen ein gern gesehener Gast! Die angenagten Gummilitzen und Kabel im Auto gehen auf das Konto vom großen Onkel Steinmarder. Zudem erlegt es unzählige Mäuse am Tag und auch die ein oder andere unliebsame Ratte. Doch das war nicht immer so: vor allem zur Zeit der Hexenverfolgung galten sie als untrügerisches Anzeichen für Dämonen und bösen Einfluss. Das laute Fauchen deutete auf dämonische „Vergiftung“ hin und ihre Anwesenheit als böser Hausgeist auf einen Nachweis für Hexerei. Na, dann nehmen Sie sich mal lieber vor uns Moosweiher-Bewohnern in Acht!
Stefanie Pietsch
Quellen: Das Mauswiesel (Mustela nivalis), buntewiese-stuttgart.de / Mauswiesel – Wikipedia
(übernommen aus Landwasser-Nachrichten Dez. 2022/Jan.2023, Ausgabe 498)
Ein Beitrag aus unserer Serie zum Moosweier, siehe www.buergerverein-landwasser.de/moosweiher-blog .



Mittlerweile hat es sich sicher herumgesprochen, dass die kleinen „Kolibris“, die sich diesen Sommer vermehrt an den Blüten laben, keine sind. Es gab schon aufgeregte Anrufe beim NABU (Naturschutzbund Deutschland), dass Leute einen echten Kolibri in ihren Geranien gesehen haben. Dabei handelt es sich jedoch um das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), das zu den Schwärmern gehört und ein Schmetterling ist.
Erstaunlicherweise sind Taubenschwänzchen sehr lernfähig und merken sich die besten Nahrungsquellen oftmals anhand von Farben. Genetisch bedingt steuern sie zumeist blaue Farben an. Aber in einem Laborversuch wurden ihnen gelbe Blüten mit Nektar und blaue ohne Nektar angeboten. Und im zweiten Versuch steuerten sie sogleich die gelben Blüten an und ließen die blauen links liegen. In punkto Lernfähigkeit sind sie den anderen Schmetterlingen daher überlegen. Das liegt wohl auch darin begründet, dass sie in ihren etwa vier Lebensmonaten große Strecken zurücklegen – mehrere tausend Kilometer – und dabei mit vielen verschiedenen Klimazonen und Vegetationen zurechtkommen müssen. Beeindruckend ist auch ihr Erinnerungsvermögen: sie kehren tagtäglich an gute Nahrungsquellen zurück. Und auch ihren Schlafplätzen bleiben sie ihr Leben lang treu.
50 Jahre Haus der Begegnung (HdB) – eine Erfolgsgeschichte im Stadtteil

Im März bei unserem Frühlingsempfang haben wir als Bürgerverein vorgeschlagen, die jährliche Pacht, die der Bauernmarkt auf dem Platz der Begegnung an die Stadt Freiburg zu entrichten hat, zu erlassen. Begründung: wegen der Baustelle und der weggefallenen
Es handelt sich um eine Pacht in Höhe von 5.000 Euro, die an das Garten- und Tiefbauamt gezahlt wird und für dieses Jahr schon entrichtet wurde. Wir haben Anfang April den zuständigen Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag angeschrieben. Nach mehreren Erinnerungen und einigen Wochen bekommen wir die Mitteilung, dass die Geschäftsgrundlage falsch sei und eigentlich das Amt für öffentliche Ordnung zuständig sei in der Verantwortung des Bürgermeisters Stefan Breiter.
Ich machte mich schlau und fand heraus, dass Gottesanbeterinnen ihre Ootheken im Spätsommer bis Herbst an Grashalmen, Steinen oder eben in unserem Fall Sonnenschirmen befestigen. Nach der Eiablage sterben sie. Die Tiere leben nur eine Saison. Der Kreislauf beginnt dann wieder im nächsten Frühjahr mit dem Schlüpfen der wenige Millimeter kleinen Nymphen. Die Oothek besteht aus einer Schaummasse, die schnell erhärtet und in der die Eier auch vor Frost geschützt sind. In der Regel ist im Mai dann Schlüpfzeit – so war es dann auch bei uns. Anfang Mai, als die Sonne das papierne Gebilde wärmte, schlüpften auf einmal die kleinen, durchscheinenden Nymphen heraus. Erst ein paar wenige und dann – immer zur Mittagszeit – unzählige kleine Gottesanbeterinnen, die eigentlich schon komplett fertig aussahen und ihre Fangarme sofort drohend hoben.
Bei meinen frisch geschlüpften Jungtieren konnte ich beobachten, dass diejenigen, die nicht schnell genug das Weite gesucht hatten, auch ruckzuck einen Kopf kürzer waren. Sie sind also ziemlich gefräßig und verschmähen dabei auch ihre Geschwister nicht. Auffallend an Gottesanbeterinnen sind ihr sehr beweglicher, dreieckiger Kopf und natürlich ihre zu Fangarmen ausbildeten Vorderbeine. Dornen helfen beim Fangen und Fifxieren der Beute. Sie pirschen sich langsam an ihre Opfer heran, schaukeln dabei mit ihrem Körper und gaukeln damit ihren Opfern vor, sie seien Teil einer Pflanze. Und blitzschnell schnappen sie zu. Auf ihrer Speisekarte stehen (außer den Ehemännern) zumeist Insekten, aber auch kleinere Wirbeltiere, wie Frösche, Mäuse und Eidechsen. Sie wurden auch schon dabei beobachtet, wie sie kleinere Vögel schnappten.
Es handelt sich um das Rondo der Firma Jalousien-Gockl. Beim ersten Blick denken viele Menschen, hier ist wohl ein UFO gelandet.
auch dieses Mal hat Landwasser wieder beim Frühjahrsputz mitgemacht. Am Samstag, 12. März, hatte das Wetter erfreulicherweise mitgespielt und ca. 25 Bürgerinnen und Bürger – auch Familien – aus Landwasser haben sich an der Putzaktion beteiligt. In mehreren kleineren Teams wurden die Haltstellen Moosgrund, Diakoniekrankenhaus und Moosweiher, die Gehwege entlang der Straßenbahnlinie, das Kannenberg-Gelände und der Gelände rund um den Moosweiher vom Müll befreit.
Als Stärkung gab es zum Abschluss süße Teilchen und Apfelsaft vom Markt. Das Haus der Begegnung stellte Tische und Bänke vor seinem Haus bereit, so dass sich alle Helferinnen und Helfer in der Sonne stärken konnten.