Das Landkärtchen am Moosweiher

Landkärtchen Sommerform
Voriges Jahr verirrte sich ein hübscher Schmetterling in unseren Vorraum am Haus, den ich zuvor noch nie bewusst gesehen hatte. Schwarz und lustig marmoriert. Erst einmal musste der kleine Kerl für ein Fotoshooting herhalten und dann setzte ich ihn in meine Blumen vor dem Haus. Neugierig forschte ich nach, was das für ein Schmetterling sein könnte und fand ihn schnell: es war ein Landkärtchen (Araschnia levana). Benannt nach der hell geäderten Musterung auf der Flügelunterseite. Staunend las ich, dass ich die Sommerform gefunden hatte, die fast schwarz mit weißen Flecken ist. Und dass es auch eine Frühlingsform gibt, die komplett anders aussieht: orangebraun mit dunklen Flecken. Da ich so gerne fotografiere, sichtete ich meine ganzen Schmetterlingsfotos durch und wurde doch tatsächlich fündig! Ich hatte ihn zuvor nicht zuordnen können und nun hatte ich auch ein Foto von der Frühlingsform des Landkärtchens, dem Insekt des Jahres 2023.

Landkärtchen Frühlingsform
Wie kommt es, dass es diese zwei Formen gibt? Das ist wirklich erstaunlich, denn es steht im Zusammenhang mit der Tageslichtdauer und der Temperatur, der die Puppen ausgesetzt sind. Das wird im Fachjargon Saison-Dimorphismus genannt. Die Puppen sind im Winter Kälte und verkürztem Tageslicht ausgesetzt und daraus entwickeln sich die orangebraunen Landkärtchen. Sie schlüpfen im April und man kann sie bis in den Juni hinein beobachten. Sie geben den Sommerlandkärtchen die „Klinke“ in die Hand, die der Wärme und den langen Tagen ihr Aussehen verdanken und ab Juli schlüpfen.
Lustig sind auch die Eiertürmchen, die von den Weibchen unter Brennnesselblättern abgelegt werden. Das sieht dann ein bisschen aus wie das Turmspiel „Jenga“ in grün und winzig. Die Weibchen tasten zuvor lange die Blätter mit ihren Fühlern und dem Po ab, ob der Platz auch genehm ist.
Unterscheiden kann man Männchen und Weibchen anhand der Größe. Ich musste lachen, als ich im Internet bei Wikipedia folgende Beschreibung las: „ Die Weibchen sind in beiden Generationen größer als die jeweiligen Männchen, ihr Abdomen ist schwerer und ihr Thorax leichter. Außerdem haben die Weibchen auch rundlichere Vorderflügel“. Na, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor…
Linné beschrieb 1758 die beiden Formen als unterschiedliche Arten und erst 1829 wurde nachgewiesen, dass es sich hier um zwei Generationen einer Art handelt. Hier am Oberrheingraben wurde aufgrund der Wärme auch schon eine dritte Generation beobachtet, die im September aus den kleinen „Jenga“-Türmchen schlüpfte.
Ich freue mich auf jeden Fall jetzt immer, wenn ich eines dieser Landkärtchen, in welcher Form auch immer, entdecke. Und wieder ein besonderes Tierchen mehr, das mein Interesse geweckt hat. Ich hoffe, Ihres auch…
Stefanie Pietsch
Quellen: Insekt des Jahres 2023: das Landkärtchen – NABU
Deutschlands Natur (deutschlands-natur.de)
Landkärtchen – Wikipedia

Erst am 10. 5. 2022 fand dieses Gespräch unter der Leitung von Frau Bürgermeisterin Buchheit statt. Gleich zur Eröffnung des Gesprächs erklärte der Vertreter des UwSA, dass das vom Gutachter als Lösungsvariante IV angebotene HDD-Verfahren (drei Quer drainagen, zwei davon unter dem Baugebiet, 6 m tief, verbunden mit hohem bautechnischem Aufwand) nicht genehmigungsfähig sei. Man muss kein Fachmann sein, um klar zu erkennen, dass diese Variante utopisch ist. Sie vom Gutachter untersuchen zu lassen, war schon ein Fehler des Auftraggebers – Zeit- und Geldverschwendung!


50 Jahre Haus der Begegnung (HdB) – eine Erfolgsgeschichte im Stadtteil

Im März bei unserem Frühlingsempfang haben wir als Bürgerverein vorgeschlagen, die jährliche Pacht, die der Bauernmarkt auf dem Platz der Begegnung an die Stadt Freiburg zu entrichten hat, zu erlassen. Begründung: wegen der Baustelle und der weggefallenen
Es handelt sich um eine Pacht in Höhe von 5.000 Euro, die an das Garten- und Tiefbauamt gezahlt wird und für dieses Jahr schon entrichtet wurde. Wir haben Anfang April den zuständigen Bürgermeister Prof. Dr. Martin Haag angeschrieben. Nach mehreren Erinnerungen und einigen Wochen bekommen wir die Mitteilung, dass die Geschäftsgrundlage falsch sei und eigentlich das Amt für öffentliche Ordnung zuständig sei in der Verantwortung des Bürgermeisters Stefan Breiter.
Es handelt sich um das Rondo der Firma Jalousien-Gockl. Beim ersten Blick denken viele Menschen, hier ist wohl ein UFO gelandet.