Gehen Sie wählen! Am Sonntag, den 09. Juni 2024

Ökologische Toilette am Moosweiher

Sie haben das kleine Gebäude vielleicht schon gesehen bzw. in der Badischen Zeitung gelesen:
Das städtische Gebäudemanagement (GMF) hat insgesamt vier barrierefreie ökologische Toiletten angemietet, die an verschiedenen Standorten aufgestellt wurden. Eine davon steht nun bei uns am Moosweiher, gegenüber von der Minigolfanlage “Fun Strand” auf der Wiese.

Die Toiletten werden testweise für zwei Jahre aufgestellt. Der Reinigung und Wartung erfolgt durch die Herstellerfirma, mit der das GMF für diesen Zeitraum einen Vertrag abgeschlossen hat. Nach diesen zwei Jahren wird die Stadtverwaltung die Erfahrungen auswerten.

Auszug aus der Pressemitteilung der Stadt vom 04. April 2024:

“Bei den ökologischen Toiletten handelt es sich um Trockentoiletten, die für den Spülvorgang kein Wasser benötigen. „Gespült“ wird mit Sägespänen. Die Toiletten sind barrierefrei ausgestattet und unisex. Eine 200-Watt-Solaranlage mit Speicher produziert täglich den erforderlichen Strom. Das Wasser für den Betrieb des Waschbeckens wird über eine Regenwassersammelanlage auf dem Dach der Toilette gewonnen. Flüssigkeiten werden automatisch von Feststoffen getrennt. Dadurch ist das System geruchlos. Mit einem Schlauchfahrzeug werden die Flüssigstoffe aufgesaugt und in die örtliche Kläranlage gebracht. Nach Angaben des Anbieters erfolgt der Transport der Feststoffe alle ein bis zwei Monate. Zusammen mit anderen Feststoffen aus Baden-Württemberg werden sie nach Brandenburg transportiert. Dort steht die deutschlandweit einzige Anlage, um zu testen ob sich die Feststoffe als Düngemittel eignen.”

Nun hoffen wir, dass die Toilette nicht wieder durch Vandalismus zerstört oder beschädigt wird und sich viele Badegäste und Seebesucher daran erfreuen können!

Stefanie Pietsch

Quelle:

Testlauf von zwei Jahren: Seit heute gibt es eine öffentliche ökologische Toilette im Eschholzpark – www.freiburg.de – Rathaus und Politik/Presse/Pressemitteilungen

Grillplatz am Moosweiher neu gestaltet

Seit Samstag, den 27. April 2024 ist er nun für alle eröffnet: der neu gestaltete Grillplatz am Moosweiher!
Es wurden in den letzten Wochen viele Sitzgelegenheiten, drei Schwenkgrills und eine Feuerstelle gebaut. Für die Asche gibt es einen eigenen Müllcontainer und die gesamte Anlage ist nun benutzerfreundlich und (hoffentlich) zerstörungssicher  gestaltet.

Wir wünschen allen viel Freude mit dem tollen Grillplatz!

 

LW-Nachrichten April/Mai 2024

Aktuelle Ausgabe lesen: Auf der Seite hier können Sie durch die aktuelle Ausgabe unseres Stadtteil-Magazins blättern. Um den ganzen Monitor auszunutzen beachten Sie bitte das entsprechende Symbol für “Full screen” in der Zeile unterhalb des Readers.

Zum Lesen kompletter Artikel eignet aber eher unser PDF Archiv mit Download-Funktion und Anzeige der Seiten im Browser (dort sind auch frühere Ausgaben zu finden).


Als Ergänzung das aktuelle Vorwort von Folkmar Biniarz (Vorsitzender):

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn diese Ausgabe der Landwasser Nachrichten erscheint, dann haben wir unseren dritten Frühlingsempfang mit großem Interesse und Beteiligung gefeiert. Jetzt kann nach diesem mauen Winter ein richtiger Frühling beginnen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an unseren Brief zum sogenannten „Kannenberggelände“ aus der letzten Ausgabe. Die Stadtverwaltung hat uns das Gespräch angeboten. Wir sprechen inzwischen lieber vom „Eingangstor von Landwasser“. Denn da muss mehr drin sein. Nicht nur Wohnungen und Geschäfte.

Der Spatenstich zum zukünftig neuen Stadtteil Dietenbach hat es deutlich gemacht: Vorgänger sind die Stadtteile Weingarten und Landwasser, zuletzt Rieselfeld. Und immer hat man etwas dazu gelernt. Rieselfeld ist barrierefrei gebaut worden und hat ein Bürgerhaus, das „Glashaus“. Mit Räumen für Veranstaltungen, Kunst, Kultur und einer Mediathek.

Wir möchten im neuen Eingangstor von Landwasser zusammen mit dem Haus der Begegnung den Fortschritt in der Schaffung neuer Stadtteile nachholen: Auch Landwasser braucht ein Bürgerhaus. Und für die Zukunft ein Haus der Mobilität – zum Beispiel für Carsharing, Lastenfahrräder, Post- und Paketstation.

Damit wir kommunalpolitisch gehört werden, ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir die Chance der Kommunalwahl am 9. Juni nutzen. Es ist die demokratischste Wahl, die ich kenne: Sie können unseren Gemeinderat so zusammenstellen, wie Sie möchten. Gleichzeitig ist Europawahl. Das passt. Denn Freiburg und Europa müssen zusammen wirken, wenn wieder eine Bahn von Freiburg nach Colmar fahren soll.

Bei der letzten Kommunalwahl war Landwasser Vorletzter – was die Wahlbeteiligung in Freiburg angeht. Diesen „Abstiegsplatz“ möchte ich, möchte der gesamte Vorstand des Bürgervereins, verlassen. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht! Es gibt alle Möglichkeiten. Wer nicht ins Wahllokal gehen möchte, kann Briefwahl machen.

Allzu viele Menschen auf dieser Welt haben kein Wahlrecht. Sie kämpfen und sterben noch dafür. Allzu viele Menschen haben keine Auswahl. Im Gegensatz dazu haben Sie hier in Freiburg eine große Auswahl und können frei und sicher wählen. Was braucht es mehr für eine hoffentlich hohe Wahlbeteiligung?

Ihr Folkmar Biniarz

Brief an Oberbürgermeister Martin Horn zum Bauprojekt Kannenberggelände

St. Martin hoch zu Ross in Landwasser

Inzwischen schon eine gute Tradition: in der katholischen Kirche St. Petrus Canisius erzählte Frau Pastoralreferentin Birgit Hofmann-Nitsche die Geschichte des römischen Soldaten, dessen Leben durch die Begegnung mit einem Bettler auf seinem Weg eine Wendung erfuhr.

Die Lieder wurden harmonisch mit der Harfe von Frau Sabine Wehrle begleitet.

Dann folgte die Laternenschar dem St. Martin hoch zu Ross, gespielt von Salimata auf dem Pferd Parcival, durch den Mooswald und zurück auf den Kirchplatz, wo schon im Scheinwerferlicht vor Kälte zitternd der Bettler kniete.

Begleitet wurde die Laternenschar (und anschließend auf dem Platz) mit stimmungsvollen St.-Martins-Liedern, die von Stephanie Boye (mit Gitarre) und Karin Schulz dargeboten wurden.

Dieses Mal reichten die Brezeln, gespendet vom Bürgerverein Landwasser. Es gab Kinderpunsch für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen. Alle reihten sich mit ihrem Getränk um das Feuer, um nach einem Plausch und kurzem Innehalten hoffentlich beschwingt und von der Friedensbotschaft beseelt nach Hause zu gehen.

Folkmar Biniarz

 

Landwasser – ein Stadtteil mit Überraschungseffekt ­

Diesen Frühling und Sommer hatten wir, Hatice Eldiven und Mia Unverzagt, Studentinnen des Soziologie Masters der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, die Gelegenheit Landwasser von einer ganz neuen Seite zu entdecken. Ein Stadtteil voller Grünflächen, Hochhäusern und Bungalows, mit einer wunderbaren Verkehrsanbindung, einem schönen Café in der Mitte und allem voran einem engagierten Bürgerverein. Landwasser wird uns als ein Stadtteil mit Überraschungseffekt in Erinnerung bleiben. Den Bürgerverein Landwasser konnten wir als Partner für unser Forschungsprojekt zu den Stärken, Schwächen und Potenzialen des Stadtteils gewinnen…

In den Landwasser-Nachrichten vom Okt./Nov. 2023 sind Auszüge unserer Seminararbeit zu finden. Hier ein Link auf die komplette Ausarbeitung Stärken, Schwächen, Potenziale – Eine Untersuchung des Stadtteils Landwasser in Freiburg (PDF).

Hatice Eldiven & Mia Unverzagt (30.08.2023)


Hinweis der Redaktion: Es handelt sich hier um eine Projektarbeit von zwei Studierenden der Universität Freiburg, wie in Zukunft ein lebenswertes Landwasser aussehen KÖNNTE – eine Vision, an der einige Bürgerinnen und Bürger von Landwasser mitgearbeitet und ihre Vorstellungen geäußert haben.

Politischer Besuch

Sommer 2023

Unsere Einladung hat zu einem weiteren Besuch in Landwasser geführt.

Diesmal hat Herr Bernd Riexinger, Bundestagsabgeordneter und früherer Parteichef der Linken, hat am 19. Juli 2023 den Stadtteil Landwasser besucht. Im Rahmen des sehr anregenden Stadtrundgangs wurden unter anderem die Themen bezahlbares Wohnen und Stadtteilentwicklung diskutiert.

Mit dabei war auch Gemeinderat Gregor Mohlberg von der Fraktion „Eine Stadt für Alle“.

Es zeigte sich auch bei diesem Besuch, wie wichtig der Besuch von politischen Vertreterinnen und Vertretern für die Wahrnehmung der Interessen unseres Stadtteils ist.

Dr. Klaus Pietsch

Auf dem Foto: Wolfgang Rohm, Gemeinderat Gregor Mohlberg, Klaus Pietsch, Folkmar Biniarz, MdB Bernd Riexinger und Henric Meyer (Foto: Helena Pantelidis)

(Ein Beitrag aus den Landwasser-Nachrichten Okt./Nov. 2023, Ausgabe 503)


Winter 2022/2023

Yannik Bury (MdB, CDU) mit Folkmar Biniarz und Dr. Klaus Pietsch

Unserer Einladung zu Stadtteilrundgängen sind zwei weitere Verantwortliche gefolgt.

Wir sind dran geblieben. Unsere Einladungen haben zu zwei weiteren Besuchen von politisch Verantwortlichen in Landwasser geführt.

Herr Takis Mehmet Ali, Bundestagsabgeordneter der SPD, aus dem Wahlkreis Lörrach-Müllheim, der die Stadt Freiburg für die SPD mitbetreut. Natürlich gab es nach einem Rundgang per pedes ein Selfie vor dem „Roten Otto“. Seine Frage, wer denn dem „Roten Otto“ diesen Namen gegeben hat, konnten wir leider nicht beantworten.

Takis Mehmet Ali (MdB, SPD)

Herr Yannik Bury, Bundestagsabgeordneter der CDU, aus dem Wahlkreis Emmendingen, der für seine Partei die Stadt Freiburg mitbetreut, war nun zum ersten Mal in Landwasser.

Just zur Hofpause kamen wir bei unserem Rundgang auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Schulen an. Gleich haben ein paar Kinder ihre Wünsche geäußert: einen neuen Ball und eine größere Mensa.

Da Landwasser mitten in den Mooswald gebaut wurde, weil in den 60-er Jahren die Wohnungsnot schon einmal so groß war, war es auch bei diesen beiden Stadtteilrundgängen wieder das Top-Thema.

Wir bleiben dran. Fortsetzung folgt.

Folkmar Biniarz


Herbst 2022

Unserer Einladung zu Stadtteilrundgängen sind zwei weitere Verantwortliche gefolgt.

Frau Gabriele Rolland und Folkmar Biniarz vor dem Roten Otto

Frau Gabriele Rolland, Landtagsabgeordnete der SPD, kam per Fahrrad. Und natürlich haben wir uns am Roten Otto getroffen. Das abschließende Gespräch nach über einer Stunde Rundtour durch Landwasser haben wir bei einer Tasse Kaffee im Eiscafé Palma geführt.

Frau Chantal Kopf und Folkmar Biniarz mit dem Jubiläums-buch „50 Jahre Landwasser

Frau Chantal Kopf, Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN, ließ sich per Auto chauffieren. Wir trafen uns auf dem Platz der Begegnung. Auch zu Fuß lassen sich einige wichtige Stationen ablaufen. Landwasser ist eben ein Stadtteil der kurzen Wege.

Der Wohnungsbau ist eine gemeinsame Aufgabe aller drei politischen Ebenen – Bund, Land, Stadt Freiburg. Bei den Schulen müssen Stadt und Land zusammen arbeiten, damit es ein gutes Bildungsangebot gibt. Auch beim Verkehr ist die Stadt Freiburg gern da aktiv, wozu es Gelder vom Land und Bund gibt.

Politik ist das Bohren dicker Bretter, heißt es. Ich denke, auch die Stadtteilrundgänge mit politisch Verantwortlichen helfen beim Bohren. Fortsetzung folgt.

Folkmar Biniarz

(Ein Beitrag aus den Landwasser-Nachrichten Dez. 2022/Jan.2023, Ausgabe 498)


Besuch Sommer 2022

Frau Claudia Ra’elhüschen, Bundestagsabgeordnete der FDP mit Dr. Klaus Pietsch und Folkmar Biniarz (Foto: Dr. Tilmann Küchler)

Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Frau Nadyne Saint-Cast mit Dr. Klaus Pietsch und Folkmar Biniarz (Foto: Lennard Prediger)

Was machen wir, damit sich politisch Verantwortliche für Landwasser interessieren und vielleicht in Folge auch für Landwasser engagieren? Wir laden sie zu Stadtteilrundgängen ein.

Die Stationen sind schnell aufgezählt: am Moosweiher entlang, die Albert-Schweitzer-Schulen, das Haus der Begegnung mit Quartiersbüro, der Platz der Begegnung, die Baustelle des neuen Stadtteilzentrums, der Bauernmarkt, die Elsässer Straße und der Bebauungsplan Wirthstraße.

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad – auf dem Weg lassen sich auch viele Themen behandeln, vor allem die Wohnungssituation bei den unterschiedlichen Wohnungsunternehmen. In der parlamentarischen Sommerpause sind bisher unserer Einladung gefolgt Frau Nadyne Saint-Cast, Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, und Frau Claudia Raffelhüschen, Bundestagsabgeordnete der FDP.

Weitere Stadtteilrundgänge sollen folgen.

Folkmar Biniarz

(Ein Beitrag aus den Landwasser-Nachrichten Okt./Nov. 2022, Ausgabe 497)


 

 

71. Partnerschaftstreffen Jumelage

Herzliche Einladung zum 71. Partnerschaftstreffen  am Samstag, den 7. Oktober 2023


Liebe Freundinnen und Freunde der deutsch-französischen Partnerschaft,

nach dem letztjährigen erlebnisreichen deutsch-französischen Treffen in Besançon wollen wir uns in diesem Jahr am 7. Oktober wieder mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Besançon in Freiburg treffen,  und dazu sind Sie, wie immer, herzlich eingeladen.

Unser Programm ist hoffentlich für alle interessant und sieht folgenden Ablauf vor (kurzfristige Änderungen sind möglich):

Ca. 10: 00 Uhr: Eintreffen und Begrüßung der Gäste in Freiburg-Lehen am Weingut Schätzle mit einem kleinen Empfang.

Wir Teilnehmer aus Landwasser kommen zur Begrüßung ebenfalls dorthin. Zur späteren Weiterfahrt sollten wir auf dem Parkplatz am Bundschuhplatz (Schwimmhalle) parken. Wegen der Bildung von Fahrgemeinschaften sprechen wir Sie später an.

Ca. 11:15 Uhr: Abfahrt von Gästebus und Fahrgemeinschaften zur Talstation der Schauinsland-Seilbahn in Horben.

Anschließend: Bergfahrt  auf den Schauinsland mit der Seilbahn.

Wir benötigen ca. 1 Stunde bis wir alle oben sind. Die Ankommenden können jeweils schon einen kleinen Bummel machen und den Blick auf den Schwarzwald genießen.

  • Ca. 13:00 Uhr: Fußweg zum Museums-Bergwerk (ca. 15 – 20 Minuten auf guter Straße).
  • 13:30 Uhr: Einweisung und Helmübernahme für die Bergwerksführung (auch für Rollatoren geeignet) –
    Bitte warme Jacke mitnehmen; Straßenschuhe genügen.
  • 14:30 Uhr: Rückweg zur Bergstation der Seilbahn und Talfahrt zum Parkplatz in Horben.
    Anschließend: Abfahrt zum Restaurant „Kybfelsen“ in Freiburg Güntherstal.
  • Ca. 16:30 Uhr: Gemeinsames Essen im Restaurant „Kybfelsen“.
  • Ca. 18:00 Uhr: „Auf Wiedersehen“ / „Au Revoir“ und Heimfahrt.

Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. Mitglieder des Bürgervereins zahlen € 50.00, Nichtmitglieder € 55.00.

Falls Sie nur am Empfang in Lehen teilnehmen können oder wollen, wären wir für eine kleine Beteiligung an unseren Kosten dankbar (u. g. IBAN oder persönlich).

Bitte melden Sie sich schnellstmöglich per E-Mail oder telefonisch an!

Zahlung spätestens am 23. September! 

Überweisung bitte an: Sparkasse Freiburg, IBAN: DE77 6805 0101 0002 0464 26 (Bürgerverein Landwasser)

Stichwort: Jumelage 2023

Wir freuen uns auf einen interessanten Tag mit Ihnen und unseren französischen Freundinnen und Freunden. Auch neue Gäste sind herzlich willkommen!

 

Mit besten Grüßen

Ihre Vorbereitungsgruppe „Jumelage“

 

Anmeldung / Rückfragen an:

Dieter Dormeier, Tel. 0761 / 132459

E-Mail: d.dormeier@freenet.de

 

Arbeitsgemeinschaft „Kannenberggelände“ gegründet

Ein 52-Meter hoher Turm für Landwasser auf dem „Kannenberggelände“? Ohne Mitbestimmung der in Landwasser lebenden Menschen? Ohne Beachtung des Ergebnisses der Stadtteilleitlinien, die vom Gemeinderat 2015 beschlossen wurden?

Im Gestaltungsbeirat der Stadt Freiburg wurde unlängst ein Entwurf vorgestellt für die Bebauung des Eingangstores von Landwasser, allgemein bekannt auch als „Kannenberggelände“. Der Bürgerverein Landwasser muss feststellen, dass dieser Entwurf zwei wesentliche Mängel aufweist, die unbedingt berücksichtigt werden sollten. Erstens wurden die Menschen in Landwasser nicht gefragt, was sie für ihren Stadtteil an diesem Ort eigentlich wünschen und brauchen. Zweitens wurden die Stadtteilleitlinien Landwasser missachtet, die 2015 vom Gemeinderat beschlossen wurden. Wir rufen in Erinnerung: In den Stadtteilleitlinien heißt es: „Die Bürgerschaft bringt sich weiterhin konstruktiv mit ihrem „Expertinnen- und Expertenwissen“ über die Situation vor Ort … ein.“ Und konkret zum Eingangstor von Landwasser steht in den Stadtteilleitlinien geschrieben: „Als Stadt(teil)eingänge werden die Einfahrten in die beiden Wohnquartiere an der Auwald- und an der Wirthstraße verstanden [Sie] bilden für die Bewohnerschaft … den zur Identifikation wichtigen Auftakt von Landwasser … sind gleichzeitig die „Visitenkarte“ … Das vorhandene städtebauliche und funkionale Potential bislang nicht auszuschöpfen scheint das Grundstück im Kreuzungsbereich von Elsässer und Auwaldstraße … Es bildet zum einen den Auftakt in das Wohnquartier des zentralen Landwassers und gleichzeitig kann es als Bindeglied zur Wohnnutzung auf der östlichen Seite der Elsässer Straße fungieren.“ Zur „Visitenkarte“ gehört in jedem Fall auch der „Rote Otto“, der durch die derzeit geplante Bebauung verschwinden würde. Landwasser ist ein besonderer Stadtteil mit verschiedenen Bauarten und ist eingebettet in Grün und Natur. Dieses Ensemble muss geschützt werden. Auf dieser Grundlage ist die Neubebauung des Kannenberggeländes neu zu denken und so zu gestalten, dass es sich in das vorhandene Ensemble einfügt. Der Bürgerverein Landwasser fordert, dass mit Beteiligung der in Landwasser lebenden Menschen ein neues Konzept entwickelt wird, welches für das Stadtviertel Landwasser notwendige und zukunftsweisende Angebote beinhaltet. Wir hoffen, dass sich die Investoren und die Kommunalpolitik von unserem Wunsch nach einem nachhaltigen und bürgerschaftlich mitgetragenen Projekt überzeugen lassen. An konstruktiven und kreativen Ideen mangelt es uns nicht. Eine extra dafür gegründete AG „Kannenberggelände“ lädt herzlich weitere Mitdenker:innen ein.

Folkmar Biniarz