LW-Nachrichten Juni/Juli 2024

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Als Ergänzung das aktuelle Vorwort von Folkmar Biniarz (Vorsitzender):

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich schreibe diese Zeilen, da beginnt der Wahlkampf so langsam Fahrt aufzunehmen. Wenn Sie unser Mitteilungsblatt in den Händen halten, dann dürfte der Wahltag direkt vor der Tür stehen. Lassen Sie die Wahl rein bzw. gehen Sie hin! Es wäre toll, wenn Landwasser viel stärker als in der Vergangenheit von seinem Wahlrecht Gebrauch macht!

Wir hatten beim Bürgerverein Ende April unsere Versammlung. Dabei wurde diskutiert, ob wir uns dieses Mitteilungsblatt in Zukunft leisten können. Es fehlen Einnahmen von Werbekunden. Die Anzeigen helfen uns, dass wir nicht zu viel Geld drauflegen müssen und die Landwasser Nachrichten kostenfrei an alle Haushalte in Landwasser verteilen können. Wir freuen uns über jede Anzeige von Geschäften, Läden und Dienstleistern.

Die Stadt Freiburg hat mit dem Land Baden-Württemberg ihre Sicherheitspartnerschaft erneuert. Konkret erwarten wir von der mobilen Jugendarbeit eine nachhaltige Prävention. Und von der Polizei erwarten wir, wenn es im Guten nicht geht, dass das Raudytum durch die lärmenden Mopeds und Roller gestoppt wird. Da provozieren bewusst Jugendliche mit röhrenden Motoren und stören die Nachtruhe. Vor allem – aber nicht nur – im Bereich der Albert-Schweizer-Schulen. Das muss unterbunden werden!

Landwasser ist eine Baustelle. Und das inzwischen fast überall. Wenn das neue Stadtteilzentrum fertig ist, müssen die beiden Stichstraßen neu gemacht werden. Und dann kommt der Platz der Begegnung dran. Das wird für unseren Bauernmarkt eine schwierige Zeit. Es wäre schade, wenn er diese Durststrecke nach über 50 Jahren nicht überstehen würde. Wir denken schon an den neu gestalteten Platz der Begegnung und möchten in großer Gemeinschaft zu seiner Eröffnung ein „Festival der Kulturen“ planen. Alle Vereine, Schulen, Institutionen in Landwasser sind herzlich eingeladen mitzumachen.

Wir wünschen Ihnen interessante Lektüre und einen lauen Frühsommer.

Ihr Folkmar Biniarz

Gehen Sie wählen! Am Sonntag, den 09. Juni 2024

Ökologische Toilette am Moosweiher

Sie haben das kleine Gebäude vielleicht schon gesehen bzw. in der Badischen Zeitung gelesen:
Das städtische Gebäudemanagement (GMF) hat insgesamt vier barrierefreie ökologische Toiletten angemietet, die an verschiedenen Standorten aufgestellt wurden. Eine davon steht nun bei uns am Moosweiher, gegenüber von der Minigolfanlage “Fun Strand” auf der Wiese.

Die Toiletten werden testweise für zwei Jahre aufgestellt. Der Reinigung und Wartung erfolgt durch die Herstellerfirma, mit der das GMF für diesen Zeitraum einen Vertrag abgeschlossen hat. Nach diesen zwei Jahren wird die Stadtverwaltung die Erfahrungen auswerten.

Auszug aus der Pressemitteilung der Stadt vom 04. April 2024:

“Bei den ökologischen Toiletten handelt es sich um Trockentoiletten, die für den Spülvorgang kein Wasser benötigen. „Gespült“ wird mit Sägespänen. Die Toiletten sind barrierefrei ausgestattet und unisex. Eine 200-Watt-Solaranlage mit Speicher produziert täglich den erforderlichen Strom. Das Wasser für den Betrieb des Waschbeckens wird über eine Regenwassersammelanlage auf dem Dach der Toilette gewonnen. Flüssigkeiten werden automatisch von Feststoffen getrennt. Dadurch ist das System geruchlos. Mit einem Schlauchfahrzeug werden die Flüssigstoffe aufgesaugt und in die örtliche Kläranlage gebracht. Nach Angaben des Anbieters erfolgt der Transport der Feststoffe alle ein bis zwei Monate. Zusammen mit anderen Feststoffen aus Baden-Württemberg werden sie nach Brandenburg transportiert. Dort steht die deutschlandweit einzige Anlage, um zu testen ob sich die Feststoffe als Düngemittel eignen.”

Nun hoffen wir, dass die Toilette nicht wieder durch Vandalismus zerstört oder beschädigt wird und sich viele Badegäste und Seebesucher daran erfreuen können!

Stefanie Pietsch

Quelle:

Testlauf von zwei Jahren: Seit heute gibt es eine öffentliche ökologische Toilette im Eschholzpark – www.freiburg.de – Rathaus und Politik/Presse/Pressemitteilungen

Grillplatz am Moosweiher neu gestaltet

Seit Samstag, den 27. April 2024 ist er nun für alle eröffnet: der neu gestaltete Grillplatz am Moosweiher!
Es wurden in den letzten Wochen viele Sitzgelegenheiten, drei Schwenkgrills und eine Feuerstelle gebaut. Für die Asche gibt es einen eigenen Müllcontainer und die gesamte Anlage ist nun benutzerfreundlich und (hoffentlich) zerstörungssicher  gestaltet.

Wir wünschen allen viel Freude mit dem tollen Grillplatz!

 

Stadtteilturnier des SC Freiburg am 2. Juni 2024 im Dreisamstadion

 

Zum 120-jährigen Jubiläum des Sportclubs veranstaltet der SC Freiburg am Sonntag, den 02.06.2024, ein FußbaII-Turnier für Mannschaften aus den Freiburger Stadtteilen. Beim KleinfeId-Turnier können Freiburger Bürger/innen ab 16 Jahren gemeinsam im Team für ihren Stadtteil spielen. Ob auf oder neben den Plätzen: Es soll eine bewegende Veranstaltung werden von, mit und für Bürger/innen aller Freiburger Stadtteile. Die wichtigsten Informationen zum „Stadtteil-Turnier 2024“ auf einen Blick: 

Wann: Sonntag, 02. Juni 2024, ca. 9.00 bis 19.00 Uhr

Wo: Dreisamstadion

Wie: Turnier-Modus auf Kleinfeldern mit einem Torhüter und fünf Feldspielern.

Wer: Teams aus den 26 Freiburger Stadtteilen (1 Mannschaft pro Stadtteil)

Maximal 12 Spieler/innen pro Team.

Die Spieler/innen müssen ihren Wohnsitz im Stadtteil haben, für den sie spielen, also in unserem Fall Landwasser.

Es müssen mindestens zwei Frauen pro Team gemeldet werden.

Es werden insbesondere noch weibliche Mitspielerinnen aus Landwasser gesucht!

Die Spieler/innen müssen über 16 Jahre alt sein (Stichtag: 02.06.2008).

 

Weitere Infos hier: https://www.scfreiburg.com/nachhaltigkeit/partnerschaftlich-agieren/stadtteilturnier/

 

Hast Du Interesse an einer Teilnahme? Dann schreibe in 3 kurzen Sätzen auf, warum Du in der Landwasser-Auswahl vertreten sein solltest und schicke dies bis zum 10. April an Dr. Klaus Pietsch (klaus.pietsch@buergerverein-landwasser.de). Bitte füge noch folgende Infos in Deiner Email bei: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse und Emailadresse.

 

 

Brief an Oberbürgermeister Martin Horn zum Bauprojekt Kannenberggelände

Neujahrsgrüße 2024

Der Bürgerverein Landwasser wünscht Ihnen ein gutes, gesundes und friedvolles neues Jahr!

 

 

Erster Defibrillator in Landwasser

Am 20. Dezember 2023 konnte der erste Defibrillator in Landwasser in Betrieb genommen
werden. Die Entscheidung für einen Defibrillator in Landwasser war zwar schon länger
gefallen, allerdings nahm die Suche nach einem geeigneten Standort etwas Zeit in
Anspruch. Dieser wurde nun am Platz der Begegnung und direkt am Haus der Begegnung
nun gefunden. Der Defibrillator in Landwasser ist rund um die Uhr zugänglich.
Ein Defibrillator ist ein Gerät, das einen kontrollierten Stromstoß abgibt und bei einem
plötzlichen Herzstillstand zur Wiederbelebung eingesetzt werden kann.
Viele öffentliche Plätze und Gebäude sind mittlerweile mit automatisierten externen
Defibrillatoren (AED) zur Ersten Hilfe ausgestattet. Die Geräte sind so gestaltet, dass Laien
damit problemlos umgehen können.
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei Frank „Jagger“ Hebda, der uns als
ausgebildeter Rettungssanitäter bei der Suche unterstützt hat.

Dr. Klaus Pietsch

Anbei zwei Fotos, aufgenommen vom Haus der Begegnung, links Frank Hebda (Jagger) und
rechts Folkmar Biniarz, Vorsitzender Bürgerverein Landwasser

St. Martin hoch zu Ross in Landwasser

Inzwischen schon eine gute Tradition: in der katholischen Kirche St. Petrus Canisius erzählte Frau Pastoralreferentin Birgit Hofmann-Nitsche die Geschichte des römischen Soldaten, dessen Leben durch die Begegnung mit einem Bettler auf seinem Weg eine Wendung erfuhr.

Die Lieder wurden harmonisch mit der Harfe von Frau Sabine Wehrle begleitet.

Dann folgte die Laternenschar dem St. Martin hoch zu Ross, gespielt von Salimata auf dem Pferd Parcival, durch den Mooswald und zurück auf den Kirchplatz, wo schon im Scheinwerferlicht vor Kälte zitternd der Bettler kniete.

Begleitet wurde die Laternenschar (und anschließend auf dem Platz) mit stimmungsvollen St.-Martins-Liedern, die von Stephanie Boye (mit Gitarre) und Karin Schulz dargeboten wurden.

Dieses Mal reichten die Brezeln, gespendet vom Bürgerverein Landwasser. Es gab Kinderpunsch für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen. Alle reihten sich mit ihrem Getränk um das Feuer, um nach einem Plausch und kurzem Innehalten hoffentlich beschwingt und von der Friedensbotschaft beseelt nach Hause zu gehen.

Folkmar Biniarz

 

Die Europäische Sumpfschildkröte zu Besuch am THI

 

Foto: Stefanie Pietsch

Neulich stattete eine kleine Schildkröte den Beschäftigten des Tierhygienischen Institutes (THI) einen Besuch ab und sagte ihnen im Innenhof fröhlich „Hallo!“. Als mir dies berichtet wurde, wusste ich gleich, um welche hübsche Schildkröte es sich handelte. Ich hatte sie seit einiger Zeit auch schon in der Nähe unseres Hauses beobachten können. Ich ließ letztes Jahr meine Entdeckung von „NABU“ (Naturschutzbund Deutschland) bestätigen, denn ich hatte schnell den Verdacht, dass es sich um eine Europäische Sumpfschildkröte handeln könnte.

Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)  ist die einzige Schildkrötenart, die wild in Deutschland vorkommt. Bis ins 17./18. Jahrhundert gehörte sie zum typischen Erscheinungsbild der Fauna in den Oberrheinischen Auenlandschaften. Bis – welch Überraschung! – der Mensch dafür sorgte, dass sie nun vom Aussterben bedroht sind.  Ab dem Mittelalter bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts waren sie eine beliebte Speise, denn bei den frommen Katholiken galten sie als Fisch. Daher waren sie vor allem zur Fastenzeit auf vielen Speiseplänen und wurden munter zu „feinsten“ Speisen verarbeitet. Bei meiner Recherche fand ich ein Rezept aus dem „Neuesten Universal- oder Großen Kochbuch“ der Anna Dorn (Wien, 1827):

Man zergliedert drey überbrühte ausgelöste Schildkröten ganz klein, macht eine Einbrenn, gibt die Schildkröten hinein, dünstet sie ab und lässt sie, wenn man Petersilienwasser darüber gegossen hat, aufsieden, drückt Limoniensaft daran, thut Limonienschalen, Gewürz und Saffran dazu, und richtet die Suppe über gebähte Semmelschnitten an“ – vom Nachkochen möchte ich Ihnen allerdings dringend abraten.

Bei Ausgrabungen einer Latrinenanlage eines Mönchsklosters in Österreich fand man unfassbare Mengen an Schildkrötenknochen und -panzern, aber auch Fischreste und Biberknochen. Den Mönchen dieses Klosters war der Verzehr von „warmblütigen Tieren“ nicht erlaubt, wohl aber von Tieren des Wassers.

Foto: Dr. Michael Suntz

Hier in Deutschland war vor allem der Markt in Speyer bekannt für den Vertrieb der Delikatesse und von dort wurden die Tiere bis weit über die Region hinaus verkauft. Bis sie aus ihrer natürlichen Umgebung verschwanden.
Aber nicht nur der große Hunger des Menschen setzte den Beständen zu. Die Zerstörung ihrer Lebensräume durch z.B. Flussbegradigungen oder das Absenken des Grundwassers und die landwirtschaftliche Intensivierung sorgten dafür, dass es einzig in Brandenburg noch natürliche Vorkommen gibt. Hier bei uns oder auch anderen Regionen sind es zumeist ausgesetzte oder entlaufene Tiere. Oder durch Wiederansiedelungsprojekte des „NABU“, wie zum Beispiel in einem Altrheingebiet in Rheinland-Pfalz. 
Die Europäische Sumpfschildkröte ist das Reptil des Jahres 2015 und auf der „Roten Liste“ als vom Aussterben bedroht geführt. Auch die ganzen ausgesetzten, invasiven Nordamerikanischen Schmuckschildkröten machen ihnen das Überleben nicht einfacher. Diese breiten sich massiv aus und verteidigen ihr Revier mitunter sehr aggressiv. Zu unterscheiden sind sie durch die Färbung und Größe, denn die Europäische Sumpfschildkröte wird nur maximal 20cm groß. Zudem hat sie einen dunklen Körper mit gelben Punkten und einen verhältnismäßig langen Schwanz. Sie können bis zu 100 Jahre alt werden und ernähren sich in erster Linie von Würmern, Muscheln, manchmal auch kleinen Fischen und Fröschen. Wenn nichts anderes da ist oder bei hoher Wärme, fressen sie auch gerne mal Wasserpflanzen. Bemerkenswerterweise können sie nur im Wasser fressen, an Land können sie die Nahrung nicht schlucken. Falls ihnen mal etwas „durch Zufall“ in den Schlund gerät, müssen sie schnell ins Wasser eilen, um das ganze herunterschlucken zu können.
Männchen und Weibchen lassen sich anhand der Panzerform und der Augenfarbe unterscheiden. Weibchen haben gelbe Augen und Männchen rötlichbraune. Aber egal, ob Männchen oder Weibchen: in der Suppe haben sie nichts zu suchen! Und „aufsieden mit Limoniensaft“, um sie auf „gebähten Semmelschnitten“ darzureichen wollen wir sie auch nicht. Was bin ich froh, dass sich unsere Verhaltensweisen und Essgewohnheiten auch ändern können, finden Sie nicht auch? Erfreuen wir uns doch lieber an dem ein oder anderen Tier, das sich wieder in unserer schönen Heimat ansiedelt.
 

Stefanie Pietsch

 

Quellen:

Europäische Sumpfschildkröte | Startseite | LfU (brandenburg.de) /  Die Europäische Sumpfschildkröte – NABU Rheinland-Pfalz
Europäische Sumpfschildkröte – Emys orbicularis (Linnaeus, 1758) – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (baden-wuerttemberg.de) / Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) – Deutschlands Natur (deutschlands-natur.de)
Als Schildkröten auf unserem Speiseplan standen – Essen & Trinken – derStandard.de › Lifestyle