LW-Nachrichten Febr./März 2024

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Als Ergänzung das aktuelle Vorwort von Folkmar Biniarz (Vorsitzender):

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Kalender für das neue Jahr 2024 ist aufgeschlagen. Rundum gibt es im ersten Monat Januar wieder Neujahrsempfänge. Ich denke dabei, wir machen es richtig: Schon zum dritten Mal laden wir stattdessen zum Frühlingsempfang am Sonntag, den 17. März ein. Wir haben da ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist etwas Besonderes in der Stadt.

Aber vorher – am Samstag, den 2. März – wird noch einmal so richtig Frühjahrsputz gemacht – nicht nur zuhause und vor der eigenen Haustür sondern im ganzen Stadtteil. Ich würde mich freuen, wenn da viele mitmachen. Wenn in den zwei Stunden viele mitmachen, wird sicher wieder sehr viel zusammen kommen. Wie wäre es, tausend oder fünftausend Kippen zu sammeln? Unserer Natur im Mooswald täte es gut.

In diesem Jahr soll unser neues Stadtteilzentrum fertig werden. Leider erfahren wir vom Bauherrn nichts Genaues. Da soll auch das Quartiersbüro einziehen. Das Seniorenbüro mit Pegestützpunkt wird regelmäßig Sprechstunden anbieten. Sie fangen schon mal im Haus der Begegnung an. Wir, der Bürgerverein Landwasser und die AG Kannenberggelände, haben zusammen mit dem Haus der Begegnung (HdB) auch einen Brief an unseren Oberbürgermeister Martin Horn geschrieben. Es kann nicht sein, dass Bauvorhaben an exponierter Stelle, wie das Kannenberggelände, einfach über die Köpfe der Bürgerschaft geplant werden. Den Brief haben wir hier in den Landwasser Nachrichten abgedruckt.

Politik vor Ort lebt vom Mitdenken, Mitmachen, Engagement. Nicht nur dann, wenn es gilt, bei Wahlen die Stimme abzugeben. Demzufolge sind Sie herzlich eingeladen, bei der Putzaktion in Landwasser mitzumachen und unseren Frühlingsempfang zu besuchen.

Wir hoffen, dass die Narren – bei uns die Mooswaldwiibli – den Winter der noch aussteht dann so richtig ausgekehrt haben.

Ihr Folkmar Biniarz

#WirSindDieBrandmauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bürgerverein Landwasser unterstützt

#WirSindDieBrandmauer Freiburg

Wir sind die Brandmauer Freiburg |

 

Brief an Oberbürgermeister Martin Horn zum Bauprojekt Kannenberggelände

Neujahrsgrüße 2024

Der Bürgerverein Landwasser wünscht Ihnen ein gutes, gesundes und friedvolles neues Jahr!

 

 

Erster Defibrillator in Landwasser

Am 20. Dezember 2023 konnte der erste Defibrillator in Landwasser in Betrieb genommen
werden. Die Entscheidung für einen Defibrillator in Landwasser war zwar schon länger
gefallen, allerdings nahm die Suche nach einem geeigneten Standort etwas Zeit in
Anspruch. Dieser wurde nun am Platz der Begegnung und direkt am Haus der Begegnung
nun gefunden. Der Defibrillator in Landwasser ist rund um die Uhr zugänglich.
Ein Defibrillator ist ein Gerät, das einen kontrollierten Stromstoß abgibt und bei einem
plötzlichen Herzstillstand zur Wiederbelebung eingesetzt werden kann.
Viele öffentliche Plätze und Gebäude sind mittlerweile mit automatisierten externen
Defibrillatoren (AED) zur Ersten Hilfe ausgestattet. Die Geräte sind so gestaltet, dass Laien
damit problemlos umgehen können.
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei Frank „Jagger“ Hebda, der uns als
ausgebildeter Rettungssanitäter bei der Suche unterstützt hat.

Dr. Klaus Pietsch

Anbei zwei Fotos, aufgenommen vom Haus der Begegnung, links Frank Hebda (Jagger) und
rechts Folkmar Biniarz, Vorsitzender Bürgerverein Landwasser

St. Martin hoch zu Ross in Landwasser

Inzwischen schon eine gute Tradition: in der katholischen Kirche St. Petrus Canisius erzählte Frau Pastoralreferentin Birgit Hofmann-Nitsche die Geschichte des römischen Soldaten, dessen Leben durch die Begegnung mit einem Bettler auf seinem Weg eine Wendung erfuhr.

Die Lieder wurden harmonisch mit der Harfe von Frau Sabine Wehrle begleitet.

Dann folgte die Laternenschar dem St. Martin hoch zu Ross, gespielt von Salimata auf dem Pferd Parcival, durch den Mooswald und zurück auf den Kirchplatz, wo schon im Scheinwerferlicht vor Kälte zitternd der Bettler kniete.

Begleitet wurde die Laternenschar (und anschließend auf dem Platz) mit stimmungsvollen St.-Martins-Liedern, die von Stephanie Boye (mit Gitarre) und Karin Schulz dargeboten wurden.

Dieses Mal reichten die Brezeln, gespendet vom Bürgerverein Landwasser. Es gab Kinderpunsch für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen. Alle reihten sich mit ihrem Getränk um das Feuer, um nach einem Plausch und kurzem Innehalten hoffentlich beschwingt und von der Friedensbotschaft beseelt nach Hause zu gehen.

Folkmar Biniarz

 

Die Europäische Sumpfschildkröte zu Besuch am THI

 

Foto: Stefanie Pietsch

Neulich stattete eine kleine Schildkröte den Beschäftigten des Tierhygienischen Institutes (THI) einen Besuch ab und sagte ihnen im Innenhof fröhlich „Hallo!“. Als mir dies berichtet wurde, wusste ich gleich, um welche hübsche Schildkröte es sich handelte. Ich hatte sie seit einiger Zeit auch schon in der Nähe unseres Hauses beobachten können. Ich ließ letztes Jahr meine Entdeckung von „NABU“ (Naturschutzbund Deutschland) bestätigen, denn ich hatte schnell den Verdacht, dass es sich um eine Europäische Sumpfschildkröte handeln könnte.

Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)  ist die einzige Schildkrötenart, die wild in Deutschland vorkommt. Bis ins 17./18. Jahrhundert gehörte sie zum typischen Erscheinungsbild der Fauna in den Oberrheinischen Auenlandschaften. Bis – welch Überraschung! – der Mensch dafür sorgte, dass sie nun vom Aussterben bedroht sind.  Ab dem Mittelalter bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts waren sie eine beliebte Speise, denn bei den frommen Katholiken galten sie als Fisch. Daher waren sie vor allem zur Fastenzeit auf vielen Speiseplänen und wurden munter zu „feinsten“ Speisen verarbeitet. Bei meiner Recherche fand ich ein Rezept aus dem „Neuesten Universal- oder Großen Kochbuch“ der Anna Dorn (Wien, 1827):

Man zergliedert drey überbrühte ausgelöste Schildkröten ganz klein, macht eine Einbrenn, gibt die Schildkröten hinein, dünstet sie ab und lässt sie, wenn man Petersilienwasser darüber gegossen hat, aufsieden, drückt Limoniensaft daran, thut Limonienschalen, Gewürz und Saffran dazu, und richtet die Suppe über gebähte Semmelschnitten an“ – vom Nachkochen möchte ich Ihnen allerdings dringend abraten.

Bei Ausgrabungen einer Latrinenanlage eines Mönchsklosters in Österreich fand man unfassbare Mengen an Schildkrötenknochen und -panzern, aber auch Fischreste und Biberknochen. Den Mönchen dieses Klosters war der Verzehr von „warmblütigen Tieren“ nicht erlaubt, wohl aber von Tieren des Wassers.

Foto: Dr. Michael Suntz

Hier in Deutschland war vor allem der Markt in Speyer bekannt für den Vertrieb der Delikatesse und von dort wurden die Tiere bis weit über die Region hinaus verkauft. Bis sie aus ihrer natürlichen Umgebung verschwanden.
Aber nicht nur der große Hunger des Menschen setzte den Beständen zu. Die Zerstörung ihrer Lebensräume durch z.B. Flussbegradigungen oder das Absenken des Grundwassers und die landwirtschaftliche Intensivierung sorgten dafür, dass es einzig in Brandenburg noch natürliche Vorkommen gibt. Hier bei uns oder auch anderen Regionen sind es zumeist ausgesetzte oder entlaufene Tiere. Oder durch Wiederansiedelungsprojekte des „NABU“, wie zum Beispiel in einem Altrheingebiet in Rheinland-Pfalz. 
Die Europäische Sumpfschildkröte ist das Reptil des Jahres 2015 und auf der „Roten Liste“ als vom Aussterben bedroht geführt. Auch die ganzen ausgesetzten, invasiven Nordamerikanischen Schmuckschildkröten machen ihnen das Überleben nicht einfacher. Diese breiten sich massiv aus und verteidigen ihr Revier mitunter sehr aggressiv. Zu unterscheiden sind sie durch die Färbung und Größe, denn die Europäische Sumpfschildkröte wird nur maximal 20cm groß. Zudem hat sie einen dunklen Körper mit gelben Punkten und einen verhältnismäßig langen Schwanz. Sie können bis zu 100 Jahre alt werden und ernähren sich in erster Linie von Würmern, Muscheln, manchmal auch kleinen Fischen und Fröschen. Wenn nichts anderes da ist oder bei hoher Wärme, fressen sie auch gerne mal Wasserpflanzen. Bemerkenswerterweise können sie nur im Wasser fressen, an Land können sie die Nahrung nicht schlucken. Falls ihnen mal etwas „durch Zufall“ in den Schlund gerät, müssen sie schnell ins Wasser eilen, um das ganze herunterschlucken zu können.
Männchen und Weibchen lassen sich anhand der Panzerform und der Augenfarbe unterscheiden. Weibchen haben gelbe Augen und Männchen rötlichbraune. Aber egal, ob Männchen oder Weibchen: in der Suppe haben sie nichts zu suchen! Und „aufsieden mit Limoniensaft“, um sie auf „gebähten Semmelschnitten“ darzureichen wollen wir sie auch nicht. Was bin ich froh, dass sich unsere Verhaltensweisen und Essgewohnheiten auch ändern können, finden Sie nicht auch? Erfreuen wir uns doch lieber an dem ein oder anderen Tier, das sich wieder in unserer schönen Heimat ansiedelt.
 

Stefanie Pietsch

 

Quellen:

Europäische Sumpfschildkröte | Startseite | LfU (brandenburg.de) /  Die Europäische Sumpfschildkröte – NABU Rheinland-Pfalz
Europäische Sumpfschildkröte – Emys orbicularis (Linnaeus, 1758) – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (baden-wuerttemberg.de) / Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) – Deutschlands Natur (deutschlands-natur.de)
Als Schildkröten auf unserem Speiseplan standen – Essen & Trinken – derStandard.de › Lifestyle

 

Deutsch-Französisches Partnerschaftstreffen

Deutsch-Französisches Treffen der Partnerstadtteile Landwasser und Saint-Claude

Das 71. deutsch-französische Treffen der Stadtteile Landwasser und Saint-Claude der Partnerstädte Freiburg und Besançon, fand am Samstag, den 07.10.2023 bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schauinsland statt. Nach einem Empfang im „Weingut Schätzle“ ging es mit der Seilbahn auf unseren Hausberg Schauinsland – ein echtes Erlebnis nicht nur für unsere Gäste! Auch die anschließende Führung durch das Museums-Bergwerk war für alle beeindruckend. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, unter welch schwierigen Bedingungen das Silber aus dem Berg geschlagen wurde, das den früheren Reichtum Freiburgs begründete. Ein schmackhafte Abendessen im „Kybfelsen“, mit der Einladung nach Besançon im nächsten Jahr, beendete die herzliche Begegnung der beiden Stadtteile.

Dieter Dormeier

 

OTTOberFeschd

Am Sonntag, den 01.Oktober 2023 lud der Bürgerverein Landwasser zum „OTTOberFeschd“ ein, um den 50. Geburtstag des „Roten Otto“ zu feiern. Das Fest war ein voller Erfolg! Das Wetter war super, es kamen etwa 500 Bürgerinnen und Bürger. Für das leibliche Wohl sorgten Food Trucks und zur Eröffnung spielte das Kammerorchester Freiburg Landwasser. Abends wurde der „Rote Otto“ illuminiert und zur Musik von DJ Peter und DJ Key wurde getanzt. Anfangs spielten sie viele Lieder aus dem Entstehungsjahr des „Roten Otto“ – 1973. Später unterhielten sie ihr Publikum mit einer großen Auswahl an bekannten Partysongs, die viele begeisterten Zuhörer unter den „Roten Otto“ zum tanzen animierten.
Für ganz tolle Stimmung bei den Kindern, aber auch bei den Erwachsenen, sorgte der Seifenblasen-Künstler Manuel Maier, der unermüdlich und mit großer Begeisterung die komplette Zeit über kunstvoll Seifenblasen zauberte.
Und zu unserer sehr großen Freude kam auch Sebastian Rau extra aus Stuttgart angereist, der Sohn des Künstlers Eberhard Rau, der den „Roten Otto“ 1973 erschaffen hatte. Er war sichtlich begeistert, wie sehr das Kunstwerk seines Vaters von den Landwasserianerinnen und Landwasserianern geschätzt wird und dass dieses tolle Fest auf die Beine gestellt wurde, um den „Roten Otto“ zu ehren.
Stefanie Pietsch

Landwasser – ein Stadtteil mit Überraschungseffekt ­

Diesen Frühling und Sommer hatten wir, Hatice Eldiven und Mia Unverzagt, Studentinnen des Soziologie Masters der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, die Gelegenheit Landwasser von einer ganz neuen Seite zu entdecken. Ein Stadtteil voller Grünflächen, Hochhäusern und Bungalows, mit einer wunderbaren Verkehrsanbindung, einem schönen Café in der Mitte und allem voran einem engagierten Bürgerverein. Landwasser wird uns als ein Stadtteil mit Überraschungseffekt in Erinnerung bleiben. Den Bürgerverein Landwasser konnten wir als Partner für unser Forschungsprojekt zu den Stärken, Schwächen und Potenzialen des Stadtteils gewinnen…

In den Landwasser-Nachrichten vom Okt./Nov. 2023 sind Auszüge unserer Seminararbeit zu finden. Hier ein Link auf die komplette Ausarbeitung Stärken, Schwächen, Potenziale – Eine Untersuchung des Stadtteils Landwasser in Freiburg (PDF).

Hatice Eldiven & Mia Unverzagt (30.08.2023)


Hinweis der Redaktion: Es handelt sich hier um eine Projektarbeit von zwei Studierenden der Universität Freiburg, wie in Zukunft ein lebenswertes Landwasser aussehen KÖNNTE – eine Vision, an der einige Bürgerinnen und Bürger von Landwasser mitgearbeitet und ihre Vorstellungen geäußert haben.